Volksstimme Wernigerode


L�sung f�r Wernigerodes Chaos-Ampel in Sicht
Wernigerode l Erneut streikt die Technik an der Westerntor-Kreuzung in Wernigerode. Die Ampel am wichtigen Knotenpunkt von Bundesstraße 244, Landesstraße 100 nach Hasserode und Schierke sowie Gleisen der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) fiel sowohl am Samstagabend, 16. Januar, als auch am Montagmorgen, 18. Januar, aus. Das Problem sei der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) bekannt, berichtet deren Regionalbereichsleiter Michael Schanz auf Volksstimme-Anfrage. Eine beauftragte Wartungsfirma habe die Störung beseitigt. Die Ausfälle könnten erst dann zeitlich genau eingeordnet werden, wenn die Reparaturberichte des Unternehmens bei der Behörde in Halberstadt eingegangen sind. „Nach Informationen der Kollegen aus der zuständigen Straßenmeisterei lief die Anlage am Sonnabend nach circa zwei Stunden wieder“, so Schanz weiter. Mitte Oktober 2020 hatten Ausfälle der neuralgischen Ampelanlage – mal nur für ein paar Minuten, mal für längere Zeit – nicht nur für Verunsicherung bei Autofahrern gesorgt, sondern auch für lange Staus in der Stadt. Bei der Suche nach den Gründen für die wiederholten Pannen sei die LSBB inzwischen einen Schritt weiter: „Die Ursache ist vermutlich die Kopplung der Lichtsignalanlage mit der Signaltechnik der HSB“, erläutert Schanz. So seien defekte Teile ausgetauscht worden. Doch die erneuten Aussetzer sorgten für Kopfzerbrechen bei der zuständigen Behörde: „Da es bis zum letzten Wochenende keine ungewöhnlichen Störungsmeldungen der Anlage gab, ist die LSBB von einer Beseitigung der Fehlerursache ausgegangen“, schildert der Regionalbereichsleiter weiter. Gleichzeitig stellt er eine Lösung für das Problem in Aussicht. Den Stein ins Rollen gebracht habe ein gemeinsamer Termin der Straßenbauexperten mit Vertretern der Wernigeröder Stadtverwaltung und der HSB. Das Ergebnis: Die LSBB will eine neue Ampelanlage am Knotenpunkt. Dabei solle die bestehende Kopplung mit der Signaltechnik der Schmalspurbahn, deren Gleise diagonal über die Kreuzung verlaufen, weiter genutzt werden. Ziel sei eine Erneuerung der Anlage noch 2021, ergänzt Schanz. „Dazu sind aber noch aufwendige planerische Vorbereitungen notwendig.“ Diese Lösung nehmen die HSB mit Erleichterung entgegen: „Es ist in unser aller Interesse, dass es größtmögliche Sicherheit für Verkehrsteilnehmer auf der Straße und der Schiene gibt“, sagt Unternehmenssprecherin Heide Baumgärtner. Im Wernigeröder Rathaus hatte Rüdiger Dorff nach den Ampel-Ausfällen im Oktober die Westerntor-Kreuzung zur „Chefsache“ erklärt. „Der Innenstadtring ist ohnehin schon stark belastet“, sagte der Dezernent damals und versprach, die Beteiligten – also Straßenbaubehörde und Schmalspurbahnen – an einen Tisch zu holen.
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45 neue Corona-F�lle im Landkreis Harz
Halberstadt (vs) l Das Gesundheitsamt des Landkreises Harz meldet 45 neue Corona-Infektionen im Harzkreis. (Stand: 19. Januar, 12 Uhr) Zudem wurde dem Gesundheitsamt ein weiterer Todesfall gemeldet. Eine männliche Person, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde und Vorerkrankungen hatte, ist im Alter von 60 Jahren verstorben. Die Zahl der im Landkreis Verstorbenen im Zusammenhang mit Covid-19 steigt damit auf 122. Die Neuinfektionen betreffen eine Person aus Ballenstedt, drei Personen aus Blankenburg, sechs Personen aus Halberstadt, zwei Personen aus Harzgerode, vier Person aus der Gemeinde Huy, eine Person aus Ilsenburg, eine Person aus der Gemeinde Nordharz, eine Person aus der Stadt Oberharz am Brocken, neun Personen aus Quedlinburg, zwei Personen aus Thale, eine Person aus Wernigerode, elf Personen aus der Verbandsgemeinde Vorharz und drei Personen aus der der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber. Im Landkreis Harz sind damit seit Ausbruch der Corona-Pandemie insgesamt 3714 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Aktuell gibt es 506 Fälle an Covid-19-Erkrankungen. Die Zahl der Neuinfektionen der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner beträgt aktuell 183,30. Aktuell befinden sich 1183 Personen in Quarantäne.
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Orkanartige B�en: Brockenstra�e wird gesperrt
Wernigerode (dpa/sk) l Aufgrund der derzeitigen Wetterverhältnisse mit anhaltendem Schneefall und Orkanböen wird die Brockenstraße ab sofort geschlossen. Wie der Landkreis Harz mitteilt, kann die Straße momentan nicht geräumt werden. Aus diesem Grund wird auch Fußgängern dringend von einer Begehung der Straße abgeraten, so der Landkreis. Der Deutsche Wetterdienst hat vor orkanartigen Böen auf dem Brocken gewarnt. Wegen einer herannahenden Warmfront seien Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 Kilometern pro Stunde möglich, sagte eine Meteorologin des Wetterdienstes am Dienstag in Leipzig. Zusätzlich steigen die Temperaturen langsam an. Nach und nach werde deswegen der aktuell noch vorhandene Schnee zu schmelzen beginnen. Auch in den kommenden Tagen soll es der Vorhersage nach warm bleiben. Am Donnerstag sind laut Wetterdienst Temperaturen von bis zu zwölf Grad möglich. Zudem bleibe es auch in den tieferen Lagen windig. Zum Wochenende hin könnten die Temperaturen dann wieder fallen, hieß es. Vorläufig wurde der Höhepunkt des Winters erreicht. Nun werden die Weichen auf "mild" bis "sehr mild" und "zeitweise nass" umgestellt. Wie lange die milde Wetterphase ist und welche Folgen hat sie, können Sie im heutigen Thema des Tages nachlesen: https://t.co/ULbtfM93DR /V pic.twitter.com/re90TJftfI — DWD (@DWD_presse) January 18, 2021
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Werniger�der Kirchen gehen neue Wege
Wernigerode l Das Coronavirus hat die Gesellschaft vor viele Hürden gestellt: ständig neue Verordnungen, Kontaktbeschränkungen, geschlossene Schulen und vieles mehr. Jedoch hat die Pandemie auch viele Menschen und Institutionen, so auch die Wernigeröder Kirchengemeinden dazu bewegt, kreativ zu werden, um einen Mittelweg zwischen Normalität und Pandemie zu finden. „Von Mitte März bis Mitte Mai sowie vom dritten Advent bis zum 10. Januar haben wir auf Präsenz-Gottesdienst und Treffen verzichtet“, beschreibt die Pfarrerin der Neuen Evangelischen Kirchengemeinde, Heide Liebold. „Das ist uns schwer gefallen, denn eine Kirchengemeinde lebt auch von der Gemeinschaft und den Begegnungen.“ „Wir mussten im März, mitten in der Fastenzeit, erstmal alles herunter fahren“, erinnert sich der Pfarrer der Katholische Pfarrei Sankt Bonifatius Wernigerode, Stefan Hansch. Eigentlich hätte im vergangenen Corona-Jahr das Patronatsfest des Bonifatius auf der Wiese vor dem Gotteshaus in der Sägemühlengasse gefeiert werden sollen. Stattdessen renovierten die Gläubigen den Gemeindesaal. Auch die Pfarrerin der Christusgemeinde Wernigerode-Schierke, Kerstin Schenk, plante für 2020 Großes. Die Kirche an der Friedrichstraße feierte nämlich im vergangenen Jahr ihren 111. Geburtstag. „In diesem Festjahr hatten wir natürlich ganz viele schöne Veranstaltungen geplant“, sagt Schenk betroffen, „zum Beispiel hatten wir Besuch von unserem Landesbischof und wollten mit der Gemeinde nach Jerusalem reisen.“ Dort wollten die Gemeindeglieder die Tochter der Pfarrerin besuchen, die dort ihr Freiwilliges Soziales Jahr absolviert hatte. „Uns war es wichtig, den Aufrufen zur Reduktion von Kontakten zu folgen und eine gewisse Vorbildwirkung zu geben“, erklärt Pfarrerin Heide Liebold. So waren die Verantwortlichen mehr oder weniger gezwungen, Wege zu finden, wie das Leben in der Gemeinde in Zeiten von Corona nicht erstarrt. Dafür haben alle drei Kirchengemeinden ihren Mitgliedern Online-Gottesdienste auf der Video-Plattform YouTube angeboten. „Hätte mir jemand vor einem Jahr gesagt, dass ich bald auf YouTube zu sehen bin, hätte ich ihn ausgelacht“, sagt Pfarrerin Schenk scherzhaft. Doch jetzt produziert sie im zum Filmstudio umgebauten Gemeinderaum bis zu drei Video-Andachten in der Woche. Wer heute auf den YouTube-Kanal der Christusgemeinde klickt, kann sich fast 70 solcher Videos angucken. Kerstin Schenk findet, dass mit Hilfe von YouTube auch Menschen erreicht werden konnten, die sonst nicht in die Kirche gegangen wären. So stellte sich auch Pfarrer Stefan Hansch vor die Kamera in einer Kirche mit leeren Sitzbänken. Obwohl digitale Gottesdienste in der Krise eine gute Möglichkeit zur Überbrückung seien - er findet, „da fehlt halt auch einfach etwas“. Denn im Internet hört und sieht man nur. Aber aus Sicht des katholischen Pfarrers werden Gottesdienste mit allen Sinnen wahrgenommen: „Man riecht den Weihrauch und beim Segen hat man auch Nähe zueinander und spürt den anderen.“ Dass der Gesang, der sonst in den Gotteshäusern erklingt, fehlt, stimmt den 50-Jährigen sehr traurig. Aber nicht nur Online-Gottesdienste, die den Vorteil haben, dass man sie immer wieder ansehen kann, hielten das Gemeindeleben am Laufen. Aktionen, wie die Telefon-Andacht, die Wäscheleine mit Gebeten oder die Einkaufs-Hilfe der Neuen Christlichen Gemeinde, die Verteilung von schriftlichen Predigten und die Übertragung des Gottesdienstes der katholischen Kirche zum Heiligen Abend sowie die Ostereier-Aktion oder Gottesdienste im Pfarrgarten der Christusgemeinde, haben bei den Gemeindegliedern großen Anklang gefunden. „Wir wollten trotz Corona an unseren Traditionen festhalten“, beschreibt Kerstin Schenk „Wir haben vieles umgestaltet.“ So wurde auch 2020 das lebendige Osterkreuz vor der Kirche in Hasserode geschmückt. Bei der Aktion „Adventsbasteln von zu Hause aus“ haben Kinder für Senioren gebastelt, „so haben wir auch Kontakte zwischen den Generationen hergestellt“, berichtet Pfarrerin Liebold. In der Christusgemeinde haben Studenten beispielsweise die Fernseher der Senioren eingestellt, sodass auch sie die Andachten verfolgen konnten. „Die Leute sind dankbar für die Angebote und wir bekommen positive Rückmeldungen auf die Videos“, sagt Stefan Hansch. Auch spontane Hilfsangebote erreichen die Gemeinden. „Da kam eine riesige Welle von Helfern auf uns zu“, erinnert sich Kerstin Schenk, „das waren mehr als überhaupt notwendig.“ Auch ausbleibende Kollekte wurden mit Spenden aus der Gemeinde ausgeglichen. „Menschen haben Geld überwiesen, weil sie nicht zum Sonntags-Gottesdienst gehen“, berichtet die Pfarrerin der Neuen Evangelischen Kirchengemeinde Wernigerode. Aber auch der jeweilige Kirchenkreis, so Pfarrerin Schenk, unterstütze die Gemeinden in dieser schweren Zeit, in der die Gottesdienste gekürzt werden und weniger Menschen die Gotteshäuser besuchen. Viel mehr aber sorgt sich Kerstin Schenk um außergemeindliche Projekte wie „Brot für die Welt“. Am Heiligen Abend seien für das Hilfsprojekt sonst immer mehrere Tausend Euro zusammengekommen. Heide Liebold ließ dafür kleine Spendentütchen verteilen, die die Mitglieder gefüllt zurück bringen können. „Corona hat auch Türen geöffnet“, schätzt Kerstin Schenk ein. Vieles konnte aus den alten Traditionen heraus gelöst und umgestaltet werden. Daher wollen die Gemeinden auch einiges aus dem turbulenten 2020 mit ins neue Jahr nehmen. „Bereits jetzt ist klar, dass die wöchentliche Telefon-Andacht ein großer Gewinn ist“, erzählt Heide Liebold, „sie erfordert keine besonderen Techniken und es entstehen nur die normalen Telefongebühren.“ Auch die ökumenischen, sprich konfessionsübergreifenden, Film-Andachten haben Anklang gefunden, wie zum Beispiel der Clip zum Martinstag zusammen mit der katholischen Gemeinde. Heide Liebold hofft, dass die Neue Evangelische Kirchengemeinde, die sich voriges Jahr aus St. Johannis- und der St. Sylvestri/Liebfrauen-Gemeinde zusammengeschlossen hat, in diesem Jahr noch mehr zusammenwächst. Man müsse gucken, mit welchen Angeboten man auch wirklich Menschen erreicht und dann entscheiden, was bleibt, so plant Pfarrer Stefan Hansch. Kerstin Schenk möchte gerne weiterhin digitale Grüße an die Gemeindeglieder verschicken. Ihren Jahresplan für 2021 hat die Pfarrerin wie immer aufgestellt, „natürlich alles unter Vorbehalt“.
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34 neue Corona-F�lle im Landkreis Harz
Halberstadt (vs) l Das Gesundheitsamt des Landkreises Harz meldet 34 neue Corona-Infektionen im Harzkreis. (Stand: 18. Januar, 12 Uhr) Zudem wurden dem Gesundheitsamt drei weitere Todesfälle gemeldet. Zwei Frauen und ein Mann im Alter von 80 bis 92 Jahren, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sind verstorben. Die Zahl der im Landkreis Verstorbenen im Zusammenhang mit Covid-19 steigt damit auf 121. Die Neuinfektionen betreffen eine Person aus Ballenstedt, eine Person aus Blankenburg, zwei Personen aus der Stadt Falkenstein/Harz, drei Personen aus Halberstadt, eine Person aus Harzgerode, eine Person aus der Gemeinde Huy, zwei Personen aus Ilsenburg, vier Personen aus der Stadt Oberharz am Brocken, zwei Personen aus Osterwieck, zehn Personen aus Quedlinburg, vier Personen aus Thale, eine Person aus der Verbandsgemeinde Vorharz und zwei Personen aus Wernigerode. Im Landkreis Harz sind damit seit Ausbruch der Corona-Pandemie insgesamt 3669 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Aktuell gibt es 466 Fälle an Covid-19-Erkrankungen. Die Zahl der Neuinfektionen der letzten sieben Tage (435) pro 100.000 Einwohner beträgt aktuell 203,93. Aktuell befinden sich 1090 Personen in Quarantäne.
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